Beckenboden Bewusstsein bedeutet, dass du deinen Beckenboden spüren kannst und ihn im Alltag dabei hast. Diese Verbindung ist leider nicht selbstverständlich, deshalb dürfen wir uns um den Beckenboden kümmern und lernen, ihn wahrzunehmen.
Wie ist unser Körper und somit der Beckenboden von der Natur gedacht?
Lass uns einen Blick in die Urzeit werfen: Unser Körper ist dafür gemacht in der Wildnis zu überleben, sonst wären wir nicht hier. Unsere Vorfahren haben ihre Nahrung gesammelt, gepflückt, ausgegraben, gefangen und gejagt. All diese Tätigkeiten haben mit Bewegung zu tun – dreidimensionale und vielseitige Bewegung. Auf Anstrengung folgte Ruhe, für Verdauung und Regeneration.
Natürlich können wir einerseits dankbar sein, dass wir nicht mehr auf die Suche nach Nahrung gehen müssen, andererseits fehlt uns diese Bewegung. Das viele Sitzen, die einseitige Bewegung und der Dauerstress lässt unsere Faszien verkleben, das spüren wir im Rücken, in den Gelenken und Muskeln. Der Beckenboden besteht aus Muskelgewebe, Faszien- und Bindegewebe und bleibt von den Problemen nicht verschont. Wenn hier Probleme spürbar sind, wie Inkontinenz, Organsenkung und Schmerzen, dann ist der ganze Körper bereits in Aufruhr.
Warum fehlt uns das Beckenboden Bewusstsein?
Warum haben wir unseren Beckenboden nicht im Bewusstsein, spüren Symptome erst spät und fangen dann an uns um ihn zu kümmern? Der Beckenboden leidet still und löst alle möglichen körperlichen und psychischen Folgeerscheinungen aus. Das liegt daran, dass der Beckenboden ursprünglich unsere Aufmerksamkeit nicht brauchte – er schwingt im Leben, in jeder Bewegung mit und regeneriert, wenn wir zur Ruhe kommen. Da gibt es in unserem Körper eine Art Energiesparmodus, alles was unsere Aufmerksamkeit nicht bekommt, wird von den neuronalen Bahnen abgetrennt. Die meisten Menschen spüren tatsächlich sehr wenig in ihrem Becken. Das hat zur Folge, dass körperliche und psychische Probleme nicht mit dem Beckenboden in Verbindung gebracht werden. Erst wenn alle anderen Behandlungsmethoden nichts gebracht haben, erwägen wir manchmal, dass das Problem in der Basis liegt.
Was kannst du tun?
Die gute Nachricht ist: Du kannst deine verlorene Basis wiederfinden, in dem du Körperbewusstsein entwickelst und dich um deinen Beckenboden kümmerst – ihm Aufmerksamkeit schenkst! Es wird nicht über Nacht passieren. Eher in kleinen Schritten werden deine neuronalen Bahnen vom Gehirn zum Beckenboden wieder hergestellt. So wird aus einem kleinen Trampelpfad, eine mehrspurige Autobahn.
Wie das geht? Ganz klar: BECKENBODEN YOGA! (was sonst 🙂
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Es wird Zeit, den Beckenböden dieser Welt mehr Aufmerksamkeit zu schenken und sich um sie zu kümmern!
Vielleicht sehen oder hören wir uns – bis bald
Deine Susann

