Was ist der Beckenboden und wo findest du ihn?

Du weißt ganz bestimmt, dass Frauen nach einer Geburt ihren Beckenboden wieder trainieren müssen, weil er durch die Schwangerschaft und das Gebären ziemlich gelitten hat. Nach ein paar Wochen, mit meist wenig zufrieden stellenden Rückbildungskursen und unbewussten Kräftigungsübungen gerät der Beckenboden dann im vollen Alltag mit Kind wieder in Vergessenheit. Nun gibt allerdings der Beckenboden seinerseits nicht auf uns zu erinnern, dass es da evtl. noch etwas zu tun gibt. Übrigens auch Menschen, die kein Kind geboren haben können unter Problemen mit dem Beckenboden leiden. Also lies gern auch weiter, wenn du keine Mutter bist.

Im Folgenden erkläre ich dir wo und was der Beckenboden ist, was er tagtäglich leisten muss und was ein wenig von deiner Aufmerksamkeit im Alltag bewirken kann.

So spürst du deinen Beckenboden.

Lass uns auf die Suche nach deinem Beckenboden gehen. Dafür orientieren wir uns an den knöchernen Eckpunkten des unteren Beckens. Du sitzt aufrecht und bringst deine Aufmerksamkeit in dein Becken, leg eine Hand vorn an dein Schambein und hinten ans Steißbein – der Beckenboden spannt sich hier wie eine Hängematte auf. Wenn du deine Hände nun von den Hüften aus unter deine Sitzbeinhöcker schiebst, kannst du mit den Fingerspitzen die mittlere Schicht des Beckenbodens tasten, die sich eben zwischen diesen Knochen befindet.

Der Beckenboden begrenzt den Bauchraum nach unten, er bildet 3 Schichten, die aus Muskel-, Faszien- und Bindegewebe bestehen. Frauen haben eine andere Gewebezusammensetzung als Männer, weil der weibliche Körper für Schwangerschaft und Geburt ausgestattet ist.

Die 5 deutlichsten Erinnerungen deines Körpers, dass es ein Problem gibt.

Unser Körper ist ein sehr intelligentes System, es meldet sich wenn etwas nicht stimmt. Leider ist uns das Gespür dafür verloren gegangen oder wir ignorieren es unbewusst (manchmal auch bewusst).

  1. Senkungsbeschwerden – Druck im Becken, der nach unten zieht, manchmal auch als Fremdkörpergefühl.
  2. Pipi verlieren – Inkontinenz beim Lachen, Springen, Husten
  3. Schmerzen im Becken ohne medizinische Ursache ( besonders beim Sex)
  4. Rückenschmerzen
  5. Tinnitus / Kieferprobleme

Das leistet dein Beckenboden Tag für Tag.

Die vielfältigen Aufgaben des Beckenbodens:

  1. Bauchorgane tragen und vor dem Herausrutschen sichern
  2. Erschütterungen abfedern
  3. Körperöffnungen verschließen und loslassen
  4. Hüftgelenke und untere Wirbelsäule halten
  5. energetisch für Vertrauen und Sicherheit sorgen

Wie du deinem Beckenboden liebevolle Aufmerksamkeit schenkst und was es bewirkt.

Wenn du deinen Beckenboden in dein Bewusstsein geholt hast, kannst du ihm ganz gezielt Aufmerksamkeit schenken. Dafür ist es wichtig, dass du ihn spüren kannst, mit all seinen Schichten und mit seinen Befindlichkeiten. Bei den meisten Menschen ist der Beckenboden eher verspannt als zu schwach. Da beginnt die Arbeit – Entspannung! Nur aus der Entspannung heraus, ist Beckenboden Training wirklich sinnvoll. Du kannst auch den Bizeps nicht trainieren, wenn er schon angespannt ist.

Nimm dir also Zeit in die Entspannung zu kommen und dann beginne mit einem ganz sanften Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung. Die Betonung liegt hier auf sanft – nur 20 % der Muskelkraft, die möglich ist. Mit dieser Übung baust du eine liebevolle Verbindung auf und ich empfehle dir, sie in deinen Tagesablauf einzubauen. So wirst du mehr und mehr spüren in welchem Zustand dein Beckenboden ist und was er braucht. Mit diesem Bewusstsein wird dein Beckenboden Training wesentlich effektiver und nachhaltiger sein. Probiere es aus!

Die wohl bekannteste Übung im Yoga ist Katze-Kuh: Du positionierst im Vierfüsslerstand deine Handgelenke unter den Schultergelenken, die Knie unter die Hüftgelenke, die Wirbelsäule ist lang, der Kopf in Verlängerung, Blick zwischen die Hände. Mit der Einatmung hebst du Blick und Herz, ohne ins Hohlkreuz zu fallen. Du bringst hier Weite in dein Becken und zwischen die Sitzbeinhöcker. Mit der Ausatmung ziehst du das Steißbein nach unten in Richtung Schambein und rollst Wirbel für Wirbel in einen ganz runden Katzenbuckel auf. Am Ende ist der Beckenboden und der Bauchnabel nach innen gezogen und der Kopf hängt zwischen den Oberarmen. Mit der Einatmung beginnst du wieder am Steißbein deine Wirbelsäule zu begradigen, es hebt sich Herz und Blick wieder und du wirst weich und weit im Becken. Fahre in meditativem Fluss fort so lange du magst. Spüre unbedingt nach der Übung den Bewegungen nach und entspanne.

Fazit

In unserer heutigen Zeit ist es wichtig, dass wir dem Beckenboden unsere Aufmerksamkeit Aschenken, sonst verkümmert er. Lies dazu gern auch den Artikel: Der Beckenboden heute und früher – so hat die Natur es eigentlich vorgesehen!

Hey, ich bin Susann!

Meine Mission ist es, so vielen Menschen wie möglich zu zeigen, dass Körperbewusstsein und Gesundheit ganz eng zusammen hängen. 

Mit dem Yoga habe ich eine wundervolle Möglichkeit gefunden, mein Wissen und meine Erfahrungen weiter zu geben und für die Teilnehmenden ebenfalls erfahrbar zu machen. In meinen Yoga Einheiten, Workshops und Personal Trainings lernst du deinen Körper besser kennen und seine Zeichen wahrzunehmen.

Meine ganz besondere Liebe für den Beckenboden gebe ich in speziellen Yoga Stunden, Coachings und Workshops weiter.

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Beckenboden Yoga ist mehr als Training – es ist eine sinnliche Entdeckungsreise…

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