Wusstest du, dass du im Alltag deinem Beckenboden grossen Schaden zu fügen kannst? Besonders wenn er bereits Probleme hat, solltest du diese Tipps unbedingt in deinen Alltag integrieren. Dadurch wirst du achtsamer mit deinem Körper, nimmst die Verbindung zu deinem Beckenboden auf und sorgst dafür, dass er gesund bleibt oder nicht weiteren Schaden erleidet.
1. Tipp Toiletten-Verhalten
Beim Toilettengang geht es um LOSLASSEN. Dein Beckenboden mag es nicht, wenn hier gepresst, unterbrochen, abgebrochen wird. Bring das Geschäft ohne Nachdruck zum Ende. Weit verbreitet ist der Irrglaube, man könne den Beckenboden trainieren, in dem man den Urinstrahl unterbricht – das ist falsch! Im Gegenteil – alles was dem Loslassen entgegen steht, schadet dem Beckenboden. Nimm dir also Zeit, geh nicht zu spät und nicht vorsorglich auf die Toilette. Für einen guten Stuhlgang ist es für manche Menschen sinnvoll die Füsse erhöht zu stellen, z.B. auf eine Fussbank, es gibt aber auch spezielle Hocker im Handel.
2. Tipp zum Tragen und Heben von Lasten
Heben und Tragen sind Kraftanstrengungen, die die Aktivität deiner Bauchmuskeln braucht. Also achte auf eine gerade Wirbelsäule und Aktivität in Bauch und Beckenboden, das trägt auch zur Gesundheit deines Rückens bei. Beim Heben von Lasten solltest du in Schrittstellung stehen, das heißt ein Bein weiter vorn und die Knie gebeugt. Du trägst die Last nah am Körper und wenn nötig gleichmäßig verteilt auf beide Arme. Das Wichtigste ist, wie schon erwähnt die gerade Wirbelsäule und dass der Beckenboden gegen hält.
3. Tipp zum Aufstehen, Hinsetzen und Bücken
Auch hier ist es wichtig Länge in die Wirbelsäule zu bringen und Bauch und Beckenboden zu aktivieren. Aus der Rückenlage immer über die Seite aufsetzen und auch über die Seite ablegen vom Sitz in die Rückenlage. Bücken in Schrittstellung, mir gebeugten Knien und langer Wirbelsäule.
4. Tipp zum Niesen, Husten und Nase putzen
Nicht nur aus hygienischer Sicht ist es ratsam, den Oberkörper nach hinten zu drehen. Ausserdem solltest du Bauch und Beckenboden kräftig anspannen. Denn beim Niesen, Husten und Nase putzen entsteht hoher Druck im Bauchraum, der mit voller Wucht auf den Beckenboden trifft – ist der Oberkörper gedreht, wird der Druck etwas abgefedert. Möglichst nicht während des Toilettengangs die Nase schnauben. (es gibt Menschen, die haben diese Angewohnheit)
5. Tipp zum Gehen und für die Füsse
Geh achtsam – nicht trampeln, eher federn, schweben, tanzen. Starke Erschütterungen sind eine Herausforderung für deinen Beckenboden, lerne auch im Alltag meditativ zu gehen – kreise bewusst im Hüftgelenk und setze den Fuss sanft auf, zentriere das Standbein. Schenke deinen Füssen Aufmerksamkeit – geh oft barfuss, gönn dir bequeme Schuhe und ab und zu eine kräftige Fussmassage. Trainiere deine Füsse mit speziellen Kräftigungs- und Dehnungsübungen.
6. Tipp zum Training der Bauchmuskeln und Trampolin springen
Bevor du an einen Waschbrettbauch denkst, solltest du sicher sein, dass dein Beckenboden gesund und kräftig ist. Das Training ohne Beckenboden Bewusstsein kann unter Umständen zu Organsenkung und Inkontinenz führen. Genauso verhält es sich mit dem Springen auf dem Trampolin. Bei Beidem entsteht ein enormer Druck auf den Beckenboden, dem er nur standhalten kann wenn er gesund und lebendig ist.
7. Tipp zum Thema Stress im Alltag
Anhaltender Stress schadet dem Beckenboden, wie dem ganzen Körper. Reduziere negativen Stress im Alltag so gut wie möglich – halte inne, nimm ein paar tiefe Atemzüge, schüttele, bewege dich und bringe deine Aufmerksamkeit in deinen Beckenboden. Dein Kiefer ist mit deinem Beckenboden verbunden, also lockere in angespannten Situationen deinen Kiefer mit Kaubewegungen, lass deine Zunge im Mund wandern.
8. Tipp – das Leben genießen
Geniesse dein Leben und hab deinen Beckenboden ganz flexibel und lebendig im Alltag dabei.

